radical#7: Lotus Éclat

von Peter Ruch

Ein Auto wie sein Name

Colin Chapman sah ja auch, wie das bei Ferrari lief: Auf den Rennstrecken dieser Welt holten sich die Italiener Siege und Ruhm. Dies strahlte auch die Strassenfahrzeuge ab, die in Maranello gebaut und für einen absurden Preis an die Kunden verkauft werden konnten. Damit verdiente Ferrari das Geld, um bessere Rennwagen bauen zu können, und so kreiselte das Spiel immer schön um sich selber. Zwar konnte sich Chapman (er brachte das Sponsoring in die Formel 1) den Rennsport leisten, verdiente damit wohl sogar noch Geld, doch das Geschäftsmodell von Ferrari war natürlich noch viel spannender. Und ruhmreicher. So etwas wollte er auch haben.

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1 Kommentar

hugoservatius November 5, 2026 - 4:29 p.m.

Grandioses Auto in seiner kantigen Modernität, die heute so wunderbar nostalgisch wirkt!
Ich erinnere mich noch gut, als die Shooting-Brake-Variante, der Elite, auf der Titelseite der Zeitschrift „hobby“ prangte, in Dunkelrot-Metallic, in den siebziger Jahren eine absolute Rarität selbst im anglophilen Hamburg, das erste Exemplar in freier Wildbahn sah ich während der Klassenfahrt nach London…
Wenn man sich vorstellt, daß soich ein Wagen im konservativen England entstand, der Eigner ein Appartment im grandiosen Londoner Barbican-Center bewohnte und seine Freundin ihre Kleider bei Vivienne Westwood kaufte, während in Frankfurt der barocke Mercedes 350 SL von einem Herrn im kratzigen Dolzer-Anzug zum gehobenen Eigenheim mit Eichenholz-Schrankwand gelenkt wurde, dann wird klar, wieviel provinzieller die Upper-Middle-Class damals in Deutschland war.
Der Lotus sieht im Übrigen ganz großartig in Weiß aus, aus meiner Sicht viel besser als in Schwarz!

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